Weil Kohlekraftwerke bei der Stromerzeugung CO2 freisetzen, müssten eben mehr Atomkraftwerke gebaut werden. Also müsste Deutschland den Atomausstieg rückgängig machen.
Genau! Denn so geht es sicher in eine strahlende Zukunft, solange die Endlagerung des strahlenden Mülls nicht sichergestellt ist. Und ich sage Euch: das Problem kriegen wir nicht in Griff. Eher geht das Uran aus. Derzeit ist Uran übrigens sehr teuer: Versorgungsengpass.
Greenpeace hat untersucht, ob Atomkraft den Klimawandel stoppen kann. Ergebnis: Man bräuchte weltweit 1000 neue Atomkraftwerke. Das wird die Anlagenbauer freuen. Nur das Klima nicht:
Jeder Dollar, der in die Erhöhung der elektrischen Energieeffizienz fließt, vermag sieben Mal besser CO2 einzusparen als jeder Dollar, der in die Atomkraft investiert wird. (Quelle: umweltschutz-news.de, via: Mail von Sabbeljan)
und weiter ist zu erfahren:
Die tatsächlichen Gründe für den Klimawandel liegen aber nicht einmal in der Stromversorgung, sondern im Verkehrssektor und in der Abholzung der Urwälder. Will man also wirklich etwas gegen den Klimawandel unternehmen, dann muss hier angesetzt werden. Atomkraft ist nur eine Scheinlösung, noch dazu für das falsche Problem. (Quelle: Jurrien Westerhof, Energie-Experte Greenpeace Österreich)
Ganz pfiffig ist übrigens die Windenergie, die im Jahr 2020 wohl ähnlich viel Strom wie die Atomkraft produzieren wird.
Fassen wir zusammen:
1. (Neue) Atomkraftwerke verhindern den Klimawandel nicht.
2. Investitionen in Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs sind sinnvoller als Atomkraftwerke.
3. Das größte Klimaschutzpotential ist im Verkehr. Das sind Autos und Flugzeuge.
PS: Mein letzter Stromsparaufruf (Netzgeräte ausstecken!) wurde enttäuschend schwach verbreitet. Liebe Bloggerinnen und Blogger! Klimaschutz geht alle an! Auch Euch!