Kommasetzung nach Relativsatz mit folgendem und

Von Matthias in - 4. April 2008, 12:05 12 Kommentare

Frage an die Leser: Sind in folgendem Satz die Kommas richtig gesetzt?

Investoren bevorzugen also Staatsanleihen als Anlageform ohne Ausfallrisiko gegenüber einer Anlage, die quasi ausfallrisiko frei ist, und sind bereit dafür einen Renditeabschlag hinzunehmen.

12 Anmerkungen
The Exit Herr Julius! Vielen Dank nochmal für die Bestätigung. Herr Maha, eine äußerst kompetente Antwort und ihr umformulierter Satz ist viel schöner
maha Also: das Komma nach dem Relativsatz ist notwendig, weil der Relativsatz da zuende ist und es anschließend mit dem Hauptsatz
Torsten Neinnein, ich halte “ausfallrisikofrei” auch für richtig und semantisch war das schon klar… ;-)

Online-Wörterbuch: Deutsch

Von Matthias in - 27. März 2008, 19:05 12 Kommentare

Im heutigen Handelsblatt empfiehlt Jörg Schieb im Internet verfügbare Nachschlagewerke als Duden-Ersatz.

Bei canoo.net kann nicht nur die Rechtschreibung eines Wortes geklärt werden, sondern gleich auf Wortstämme, Flexionen und die Wortbildung abgefragt werden. Dazu gibt es einen Morphologie-Browser und interessante Seiten zur Grammatik. Besonders spannend finde ich auch das Blog, in dem man seine sprachlichen Fragen loswerden kann und kompetent beantwortet bekommt. Fürs bequeme Arbeiten gibt es sogar ein Browser-Plugin!

Nun, soweit mal mein erster Eindruck. Ich werde in Zukunft fleissig fleißig testen und berichten.

12 Anmerkungen
Julius Ich bin der Ableitungsfrage mal nachgegangen: Manueller Trackback.
creezy Danke, ich hab’s mal gebookmarkt oder wie das in Neudeutsch so heißt!
The Exit Also, eine erste Schwäche musste ich feststellen. Ich frage mit, wie man “Bescheid geben” schreibt. Während der Duden zu “Bescheid”

Das verschenkte Buch

Von Matthias in - 20. Januar 2008, 22:22 4 Kommentare

Ich frage mich, ob es so eine schlaue Idee war, dem Verkäufer im gut sortierten Buchladen zu vertrauen und ein Buch ungelesen zu verschenken, nur um es mir dann später ungelesen auszuleihen und einer ersten Lesung zuzuführen. Ein Anti-Held, der in Island viel Gin und Bier trinkt, Tabletten schluckt und bei jeder Gelegenheit raucht und irgendwo auf Seite 241 kurz vor Weihnachten in einem hellblauen Sommerhaus am See den Ringfinger der rechten Hand von einem durchgedrehten französischen DJ abgehackt zu bekommen, ist dem Entstehen von Enthusiasmus nicht gerade förderlich. Aber es sind ja noch 25 Seiten zu lesen, die mein Gesamturteil noch ändern könnten.

4 Anmerkungen
thoMas LACH! -äh,..ich meine natürlich: armer antiheld, ganz armer antiheld und armer herr leser…
creezy Naja, was soll man auf Island auch mit der Zeit anderes tun als trinken und an sich rumschnippeln (lassen)?
The Exit Frau Lorelei, ich muss Sie enttäuschen. Das Buch hat nichts mit Schach zu tun. Es scheint mir eher eine fiktionale

Fuzzifiziertes Lernen

Von Matthias in - 26. Juni 2007, 17:10 5 Kommentare

Symbolfoto: Sonnentau, Flickr.

Ein Algorithmus hat mit dem Rhythmus lediglich eine gewisse orthografische und akkustische Ähnlichkeit gemeinsam. Aber auch hier gilt: das Detail zählt und der Feed sollte nun von einem melonenkernausspuckenden Blogger befreit sein.

An dieser Stelle könnte ich auch eine Ausführung zur kontextbezogenen Benennung durch den Begriff “Ding” einfließen lassen. Statt die korrekte Bezeichnung durch ein exploratives Verfahren im deutschen oder internationalen Wortschatz zu generieren, wird dabei kurzerhand kundgetan, dass es ein “Ding” sei, in der Hoffnung der Kontext würde klarstellen, was damit gemeint sein könnte. Hätte ich mir also die komplexe Similarität sparen können:

Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Extraktion und der Aufbereitung von Expertenwissen für computergestützte Entscheidungsverfahren, wurde das Entdecken von Regeln und Mustern durch genetische Dinge (Algorithmen), Mustererkennungsverfahren und künstliche neuronale Netze automatisiert.

Dabei ist doch das Problem, dass mit DING die Donau-Iller-Nahverkehrsgesellschaft bezeichnet wird. Entsprechend gibt es DING-Busse, DING-Fahrscheine, DING-Tarifwaben und DING-Fahrpläne. Da kann man doch diese grundlegenden Elemente des öffentlichen und ökologischen Personennahverkehrs (ÖÖPNV) nicht einfach so ihres Kontextes berauben. Wo kämen wir denn da hin? [Das Foto stammt von Sonnentau.]

5 Anmerkungen
Claudia DonauIllerNahverGersbund. Geht doch.
The Exit Herr Bellerophon, der von Ihnen angesprochene Fehler war längst korrigiert!
Bellerophon 1. Kerne sind normalerweise ein Teil der Frucht, den man NICHT isst! Oder essen sie auch neuerdings die Melonen samt

klein klein klein

Von Matthias in - 11. Juli 2006, 16:09 13 Kommentare

Aussichten für Studenten.

Ich bleibe dabei. Eine strategische Geschäftseinheit ist klein zu schreiben.

Mir reicht es. Nächstes Jahr gebe ich ein Seminar zur Rechtschreibproblematik und lasse das 200 Mal schreiben und wer in Seminar-, Diplom-, oder Sonst-Was-Arbeiten das groß schreibt, wird durch den Reißwolf gejagt. Und vielleicht Dozenten, die das in Bücher und Skripte schreiben, gleich mit dazu.

Jetzt habe ich wieder 200 Puls!

13 Anmerkungen
sternchenbefriedigendes Ergebnis schreibt man meines Wissens nach klein!!
The ExitUnd wer definiert die Feststehung? Ich habe mir ja schon bei meinem strategischen Frühstück heute morgen Gedanken gemacht. Aber ich bin
NilsHerr Schlecker ;-) Strategische Geschäftseinheit ist ein feststehender Ausdruck genauso wie Strategisches Management

Writing in English

Von Matthias in - 18. Mai 2006, 14:04 Kein Kommentar

Texte auf Englisch zu schreiben ist gar nicht so trivial. Mein Kollege Martin hat mich auf den Writer’s Block aufmerksam gemacht. Dort werden in kleinen Essays die Tücken der englischen Sprache erläutert. Wie die Frage, wann man in der Überschrift einen Großbuchstaben setzt, oder wo das Komma steht. Für Wissenschaftler sicher sehr wichtig: Aktiv vs. Passiv und weitere spannende Konstruktionen. Also, bookmarken und durchlesen!

Banker's English

Von Matthias in - 13. Mai 2006, 19:29 8 Kommentare

Ich glaube, man sollte nicht in Banken Englisch lernen. Sonst kommen solche Krücken raus:

Historically, corporates used to issue callable bonds.

Dabei habe ich das Gefühl, es wäre richtig. Aber es gibt gar keine “Corporates” im Englischen! Und in diesem Zusammenhang zweifle ich das Adverb am Satzanfang auch an.

8 Anmerkungen
NilsHerr Schlecker, ich wünsche Ihnen trotz der sprachlichen Probleme viel Erfolg und einen nicht zu langen Arbeitstag ;-)
Tom.tvAls Nicht-Anglophoner hat man’s aber im Wissenschaftsbetrieb auch nicht leicht: veröffentlicht man nicht auf Englisch, liest’s keiner; veröffentlicht man auf
The ExitVon Stil brauchen wir gar nicht zu sprechen, der ist sehr deutsch geprägt. Deine inhaltliche Äußerung trifft es ganz gut. Wenn

Metallentfettungsanlage

Von Matthias in - 20. Februar 2006, 15:45 6 Kommentare

Heute aus dem technischen Deutsch. Eine Anlage zur Metallentfettung und – konservierung kann man als Metallentfettungsanlage und Metallkonservierungsanlage schreiben, oder kurz:

Metallentfettungs- und -konservierungsanlage

Mit Doppelbindestrich kann man also vorne und hinten was anstückeln. Versteht zwar keiner, ist aber rechtschreibtechnisch korrekt.

6 Anmerkungen
The ExitDas Beispiel ist aus einem technischen Text, den ich Korrekturlesen sollte.
M. WeichsInteressant, wie man in diesemZusammenhang ausgerechnet auf eineMetallentfettungsanlage kommt. Das freut einen ja direkt als Maschinenentwickler.
greenfishDas tolle ist, dass es das auch beim beim Menschen gibt: Menschenentfettungs- und -hautstraffungsanlage Und diese Schreibweise drückt genau das aus, was

   Startseite