Als der Sarg noch S-Bahn fuhr

Von Matthias in - 12. Mai 2008, 13:14 Kein Kommentar

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fuhren Leichen und Trauergäste in Berlin mit einem Zug, später mit der S-Bahn, auf den Friedhof. Eine letzte Fahrt, von der heute Eisenbahnfans träumen. Die “Verladung” der Leichen erfolgte auf dem Güterbahnhof Halensee und dann ging es über die Kanonenbahn entlang der Avus nach Wannsee. Dort bog die Bahn nach Links, fuhr durch den Wald, hielt am heutigen Sitz von eBay um dann nach Stahnsdorf zu kommen. Dort wurde 1909 der Südwestkirchhof der Berliner Stadtsynode in Stahnsdorf angelegt. Heute ist es einer der größten Friedhöfe in Europa.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Berlin die Gräber knapp, bzw. die Friedhöfe ziemlich voll. Deshalb haben die evangelischen Kirchengemeinden einen großen Friedhof vor den Toren der Stadt gebaut. Jede Kirchengemeinde bekam ihren “Block” im Friedhof, so blieb der Großfriedhof dennoch “familiär”.

Das einzige Problem, das sich nun ergab: Wie kommen die Särge und die Trauergemeinden auf den Friedhof? Ein Kutschentransport aus Berlin war damals ziemlich teuer und deshalb hat die evangelische Kirche ihrem Friedhof einen Bahnanschluss spendiert: die Friedhofsbahn. Nach dem zweiten Weltkrieg lag der Friedhof in Brandenburg und war mit dem Mauerbau nicht mehr nutzbar.

Mein letzter Wille

Von Matthias in - 4. Juli 2007, 20:37 26 Kommentare

Man kann gar nicht früh genug anfangen, seinen letzten Willen zu erklären und in Zeiten des Web 2.0 finde ich, dass man die Regelungen für die Nachwelt eben auch öffentlich kommunizieren sollte. Daher gibt es ab sofort eine neue Kategorie bei The Exit: Mein letzter Wille.

Meine Nachlassverwalter müssen also eines Tages nur die Kategorie aufrufen und finden dort meine bis dahin gesammelten Gedanken. Zur abschließenden Regelung verbleiben mir nach der Sterbetafel 2001/2003 noch 49,56 Jahre.

26 Anmerkungen
Torsten Wenn es Spiegelreflexkameras oder eine tolle Hifi-Anlage zu erben gibt, dann bitte für mich reservieren.
The Exit Na, Frau Indica, natürlich dürfen Sie sich dem illustren Treiben anschließen. Das ist dann quasi wie das Meistersingen zu Nürnberg
Indica Stopp! Den Nierentisch reklamiere ich! Darf ich auch mal gastbloggen? Ich hätt da auch noch das eine oder andere jenseits

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