Im Café Lisboa an der Telefonzelle mit gescheiterter Kunstzerfetzung

Von Matthias in - 5. Oktober 2006, 13:16 3 Kommentare

Im Café Lisboa

Am Plaza Nueva gibt es ein Café. (Anmerkung: An dieser Stelle könnte man sich darüber streiten, ob ich „an der Plaza Nueva“ schreiben müsste, da Plätze im Spanischen und auch im Französischen weiblichen Geschlechtes sind.) Das Café am Platze ist mit dem Schriftzug Lisboa übertitelt und ist so was wie das Café Berio von Granada.

Ich komme gerne nach meinen Nachmittagsaktivitäten auf eine Lückentassee Café con Leche vorbei. Direkt an der Calle Reyes Catholicos, der Straße der katholischen Könige, kann man bequem flanierende Menschinnen und Menschen beobachten, wenn ich den Blick aus Max Goldts Kolumnen erhebe.

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3 Anmerkungen
MarthaHello my dear Matthias! Greetings from Newtown, PA!I was sharing with ET that I have enjoyed occationally visiting your blog
Chilly-the-Hitsehr toll geschrieben, allerdings solltest du die ganzen fremdwörter erklären und nicht was eine telefonzelle ist, dieses “früher war alles
panschidie sprennung der plakatrolle hätte ich gern gesehen ;) ansonsten klingt der kurzbericht ja sehr relaxed.

Granada Bilder

Von Matthias in - 1. Oktober 2006, 00:02 9 Kommentare

Dank moderner Technik und trotz vielfältiger Bugs in Googles Bildverwaltung ist es mir gelungen, meine Granadabilder in Internet zu schieben, um sie den Lesern zugänglich zu machen. [Max Goldt spricht gerne von Lesenichten und -neffen, eine, wie ich finde, nette Bezeichnung. Ich werde kreativ in mich gehen. Herrn Goldt versteht man übrigens, im Gegensatz zu Herrn Schlingensief und der heute Abend in der Volksbühne gezeigten Ablebung von Frau Diana.]

Der an Bildern von Granada Interessierte oder die Interessierte möge bitte dem Link folgen, und sich amüsieren, oder ewig schweigen.

9 Anmerkungen
LoreleiZut alors!
der Falkschöne Tapas (:
MarkusMe gustaron sus fotos, Señor Exit. Ha sido un placer de participar fotográficamente en su viaje a España. @Lorelei: Sie haben

Beim Generalife

Von Matthias in - 28. September 2006, 16:46 4 Kommentare

Als ich vor einiger Zeit ankündigte, sprachurlaubend zwei Wochen in Granda verbringen zu wollen, wurde mir auf den Weg gegeben unbedingt der Alhambra und den Gärten des Generalife einen Besuch abzustatten. Und es ist mir gelungen. Und zwar vor meiner Abreise und vor allem vor der Nominierung der Alhambra als Aufnahmekandidat in die Riege der Weltwunder. Lasst es doch bei 7 und gründet einen neuen Club, beispielsweise der Tourismuswunder! Immerhin erfuhr ich heute im Sprachunterricht, die Alhambra se autofinancia. Das freut doch den Granadinischen Stadtkämmerer.

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4 Anmerkungen
IwiAlhambra – eine super Scheibe von TEA PARTY, aber von der spanischen hab ich auch schon gehört ;-) und wenn
The Exit@Christian: Die Sprachschule reserviert die Tickets gerne telefonisch. Aber sonst kann man die Tickets auch im Internet oder auf der
JensIm übrigen, falls du in Zukunft mal Beistand bei Firmenübernahmen o.ä. brauchst, kann ich dir diese Kanzlei nur empfehlen:

Por la noche y por la manana

Von Matthias in - 28. September 2006, 16:44 Kein Kommentar

Wenn ich morgends gegen 8:45 zu Fuß zur Sprachschule eile, oder mit den Flip Flops flip floppe, sind die Straßen wie ausgestorben. Obwohl die Sonne bereits die Alhambra erhellt, hat sich Granada noch nicht den Sand aus den Augen gerieben. Gehe ich 5 Minuten später, so pulsiert bereits das Leben, die Autos stauen sich, die Busse sind voll besetzt. Die Bäcker ziehen ihre Läden auf Halbmast, geöffnet wird frühestens um Neun. Um diese Zeit zieht auch die Straßenfegerkolonne durch die Straßen und kehrt sich die Finger wund. Sie kehren jeden Tag. Gewaltige Mengen. Man will sich nicht vorstellen, was passiert, wenn nicht gekehrt wird.

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(K)ein Licht für den Prenzlauer Berg

Von Matthias in - 28. September 2006, 16:37 Kein Kommentar

Aus Berlin erreichen mich schreckliche und erschütternde Nachrichten. Man funkfernsprecher- texttelegrafierte mir beispielsweise von Terrordrohungen wegen einer abgesetzten Oper. [Passage wegen Unangemessenheit gelöscht]. Aber noch mehr erschüttert hat mich ein Anruf von ein paar Tagen. Stromausfall im Prenzlauer Berg. Morgens um 8:47 aktivierte ich meine Gehirnleistung und sann über Auswege nach. Beispielsweise über die Verschickung von Endesastrom per Postpaket. Aber dann fiel mir wieder ein, dass ja Endesa von Eon begehrt wird, was wiederum bedeutet, dass ich hier (aus privaten Gründen, es ist ein Skandal) boykottieren muss. Also beschloss ich, weil Spanien ja ein gläubiges Land sein soll, eine Kerze zu illuminieren, auf dass es wieder Licht werde, an der Schönhauser Alle. Wäre ja höchstbedauerlich, wenn die kreative Elite im Dunklen säße, wegen des trüben Septembers.

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Die Vergangenheit

Von Matthias in - 25. September 2006, 22:46 2 Kommentare

Man sagt, die Vergangenheit hole einen ein. Der Volksmund hält noch weitere Weisheiten in diesem Zusammenhang bereit. Es ist erstaunlich, dass Sprachen ein äußerst differenziertes Zeitkonzept entwickelt haben. Ausgehend vom Jetzt gibt es eine Zukunft und viel Vergangenheit. Aber gestern ist eben nicht nur gestern. Je nach Umstand, Kontext und Bezugsrahmen kann der Sprechende aus einem Füllhorn an Vergangenheitszeiten schöpfen.

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2 Anmerkungen
The ExitImperfekt ist das Präteritum. Und den Plusquamperfekt habe ich nicht betrachtet. Ging es doch nur um einfache Vergangenheiten.
ChrisfriedWo ist denn der schöne deutsche Imperfekt geblieben? Vom Plusquamperfekt (mein perönlicher Favorit) ganz zu schweigen…

Ein Sonntag am Strand

Von Matthias in - 24. September 2006, 23:12 1 Kommentar

Textpattern-Hinweis: Fehler

Beitrag kann wegen Sandsturm nicht dargestellt werden. Autor muss entsandet werden.

1 vereinsamte Meinung
MarkusIst ja interessant. War’s bei Ihnen auch so sandig am Strand? Nochmals liebe Grüsse aus San(d) Sebastián nach Granada.

Dutch Tax Payers Money

Von Matthias in - 23. September 2006, 23:10 Kein Kommentar

Samstag. Wochenende. Sprachkursfrei. Die Gelegenheit die erworbenen Sprachkenntnisse zum Mieten eines Autos zu verwenden und ins benachbarte Antequera zu fahren. Während der italienische Reiseführer immerhin mit 5 spektakulären Kirchen aufwartete (wobei es 25 gibt), empfahl Marco Polo, ganz weltmännisch auch den Besuch von römischen Thermenruinen und prähistorischer Grabhöhlen. Immerhin konnte Herr Exit die belgische Frage nach dem Hintergrund der vielen Baukränen beantworten: Es könnte sich möglicherweise um Bautätigkeit handeln. Nicht unentdeckt bleiben sollte der elektrische Kerzenopferstock und die Erkenntnis, dass am Samstag Kehrwoche herrscht und mit viel Wasser der Schmutz der Woche von der Fassade geschrubbt wird.

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Bei den Correos

Von Matthias in - 22. September 2006, 23:08 4 Kommentare

Auch wenn der Tourist 2.0 mehrmals wöchentlich Livereiseberichte aus dem Reisegebiet in das Reiseblog einstellt mit mässiger Reaktion der Leserinnen und Leser, stellt sich nach einer gewissen Reisezeit die Frage des geeigneten und angemessenen Reise- und Urlaubsgrußes an die Liebsten. Sollte man die lokale Postkartenmafia unterstützen? Wird die liebevoll, individuell formulierte und handschriftlich vorgetragene Botschaft vom Kartenleser oder der Kartenleserin hinreichend und den Aufwand rechtfertigend gewürdigt?

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4 Anmerkungen
IndicaNa sicher sollen Sie die lokale Postkartenmafia unterstützen – und in meinem Falle bitte an beide Adressen!
lilyHerr Exit, wie können Sie anzweifeln, dass Ihre Karten eine freudig erwartete Abwechslung in unserem tristen Alltag darstellten? (Fernbloggen ist eben
sabbeljanalso publikumsbeschimpfung ist ja auch nicht der weisheit letzter schluss :) aber postkarten sind immer gut!

Licht, Neolicht, Abendsonne

Von Matthias in - 21. September 2006, 19:31 2 Kommentare

Aus meinem Zimmer genieße ich die Aussicht auf einen engen Hof. Es ist mehr ein Loch im Gebäude, das symbolisch etwas Helligkeit nach unten leitet und eher zur Trocknung von Wäsche genutzt wird. Im Zimmer selbst kommt wenig von der spanischen Sonne an. Ist wohl auch im Sommer nicht unpraktisch. Für Helligkeit sorgt eine Neonröhre. Das kalte, eisige, Falten betonende Licht erhellt auch Küche, Wohnzimmer, die Unterrichtsräume in der Schule und die Tapas-Bars der Stadt. Es scheint, je mehr Neonröhren, desto mehr Besucher bei rapide abfallender Gemütlichkeit an geselligen Orten. Die Arbeit von Lichtdesignern, Innenraumarchitekten und Ambientekünstlern, wie wir sie aus Deutschland kennen, kommt kaum zur Anwendung. Warum wird diesem Detail kaum Wert beigemessen?

Einige meiner Sprachschulkollegen und ich, wir setzten uns zum Abend hin ganz anderem Licht aus und erklommen den Albaicin. Als Verona-erfahrener Picknicker durften Wein, Brot, Käse und Oliven nicht fehlen. So ging die Sonne über der Stadt unter, die Alhambra wurde illuminiert, der Wein entfaltete sein Aroma. Den Leser mögen einige Fotografien erfreuen, natürlich inklusive des obligatorischen „Herr Exit vor Alhambra Fotos“.

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2 Anmerkungen
King FisherViel Spaß noch!
LoreleiHach, einen abrazo hätte ich jetzt auch gern. Am liebsten natürlich von Señor Exit.

Im Park bei Federico Garcia Lorca

Von Matthias in - 20. September 2006, 17:59 3 Kommentare

Die von der Leserschaft monierte Wissenslücke im Gebrauch von Ser und Estar wurde vom Sprachkurs als derart dringlich angesehen, dass nicht nur gekleckert, sondern geklotzt wurde. In Kombination mit bueno und bien wird wild beschrieben und nebenbei erwähnt, dass man sowohl mit Ser oder Estar verheiratet oder geschieden sein kann. Und das ohne Bedeutungsunterschied.

Trotzdem ist Nacharbeit erforderlich, die sich hervorragend und vor allem standesgemäß im Stadtpark erledigen lässt, den man nach dem berühmten Sohn und Dichter der Stadt Federico Garcia Lorca benannte. Man hat zwar Herrn Lorca im Juli 1936 erschossen, war froh über dessen Ableben und scheute sich auch nicht, in seinem Stammcafé kürzlich eine Burger King Filiale zu eröffnen. Aber jetzt benennt er einen Park, wo sich Herr Exit des Nachmittags mit seinem neuen besten Freund aufhält: Larousse Conjugación. Verbtabellen rauf und runter, bis die Siesta ruft.

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englFederico! SI!
LoreleiQuerido, der Mann heisst Federico. Mit einem r.
MarkusHallo Herr Exit! Ein Gruss aus Spanien über Ihr Blog nach Spanien. Kurios, oder? Sie im sonnigen Andalusien, ich im nicht

Una visita a la peluqueria

Von Matthias in - 20. September 2006, 17:56 3 Kommentare

Peluquerias, wohin man sieht. Fast so häufig wie Apotheken. Die gefühlte Friseursalondichte ist beeindruckend. Ob ich im Selbstexperiment nach einem corte de pelo moderno fragen sollte? Wahrscheinlich müsste ich dann tiefer in die spanische Spätsommermode einsteigen. Mit dunkler, fast schwarzer Sonnenbrille und einem T-Shirt, ebenfalls schwarz aber mit großen Lettern in Silber oder Gold. Und an der Ohrringfront müsste auch gearbeitet werden. Ob das auch in Berlin kleidet und Mittehippster kompatibel ist?

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MarkusUnd wenigstens bin ich jetzt nicht mehr der Einzige… ;-)
LoreleiStimmt, Herr Tom. Aber Herrn Exits Spanisch zu verbessern macht doch Spaß, oder?
Tom.tvIch glaube, die Steigerung (den absoluten Superlativ) von “rico” schreibt man mit “qu” (riquísimo), oder? Wegen der Aussprache … Ich

Soy a Granada

Von Matthias in - 18. September 2006, 18:34 12 Kommentare

Da bin ich also. In Granada. Wie soll ich sagen: Schön hier. Konnte mich davon direkt bei einem Stadtbummel zum Sonnenuntergang überzeugen und präsentiere Euch gerne ein paar Eindrücke und hoffe weitere Berichte aus dem Netzcafe folgen lassen zu können!

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass ich mir komisch vorkomme, in einem Land zu sein, dessen Sprache ich mal zur Abwechslung nicht fließend spreche. Die Gedanken sind da, können aber nicht kommuniziert werden. Zumindest nicht auf Spanisch. Aber hier will ja ein Sprachkurs Abhilfe schaffen, auch wenn das Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens sehr sportlich ist. Nix Verbwiederholung. Sujuntivo is my darling!

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Tom.tvAch herrje, in meiner morgendlichen Umnachtung habe ich völlig übersehen, dass das ja nur die Markus’sche Übersetzung des spanischen Textes
MarkusOk, mein letzter Besserwiss: Es gibt einen kleinen Fehler in der Wortstellung. Es muss heißen “leer el blog suyo” (also “suyo”
Tom.tvHm, meint Herr Markus die Groß- bzw. Kleinschreibung? Wenn, dann gilt – soweit ich weiß – “nur” nach neuer Rechtschreibung,

Im Schröddelflieger an der Wolkengrenze

Von Matthias in - 18. September 2006, 18:33 2 Kommentare

An Bord des Flugzeuges

Es knarzt laut. Es ächzt bedenklich. Lange Seufzer, qualvolles Stöhnen. Das Aircraft leidet. Der Fluggast leidet auch. Der Sitz aus geschmackvollem grauen Plastikleder ist druchgesessen. Da hilft auch der Vermerkt Racaro an der Ausklappvorrichtung der Tabletttischchen nichts.

Wir turbulieren über die Alpen an der Wolkengrenze und weil sonntags am Nachmittag, also gerade jetzt, Pauschalbilligflieger und Touristenbomber die ruhigen Sphären blockieren. nach welchem Verfahren wird denn hier zugeteilt? Oder ist das der Sparkurs, der dem ehemals eidgenössischen Flieger quasi imperalistisch aufgezwängt wird?

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2 Anmerkungen
fandangoach fliegen ist toll; eine ausgesprochene Ingenieursleistung; sie sind nur viel zu kritisch herr exit … viel! zu kritisch
Daniel FieneSchön auch die Kotztüten von HLX (oder so) mit dem Titel: “Danke für Ihre Kritik!”

Passagier abgefertigt

Von Daniel in - 17. September 2006, 21:27 3 Kommentare
Passagier abgefertigt
Auf nach Spanien.
Als Bloghüter darf ich vermelden: Der Passagier wurde erfolgreich abgefertigt. Heute Früh ist seine Maschine um 09.35 Uhr von Tegel gestartet. Mitsamt Passagier und Gepäck. Flüssigkeiten durften mit ins Handgepäck genommen werden, trotz außereuopäischer Zwischenlandung. Nun kann die Heim- & Bloghüterei beginnen.

3 Anmerkungen
Der RüdnitzerTrackback von Der Rüdnitzer: Blogger im UrlaubWer füttert des Bloggers Tamagotchi? Blogs sind wie Tamagotchis. Sie schlüpfen, schnattern, schlafen. Und sie
LoreleiAußereuropäische Zwischenlandung – München?
MarkusSchön, Herr Fiene, das ist doch mal ein guter Service des Bloghüters: so wissen wir, dass Herr Exit heute früh

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