Besetzung beendet

Von Exit in - 2. Februar 2006, 21:59 16 Kommentare

Als alleiniger Blogeigentümer teile ich mit, dass die Blokkupation beendet ist. Der selbst ernannte Besetzerrat scheint die Lust am Besetzen verloren zu haben. Zumindest wurde seit dem 27. Januar kein Artikel mehr veröffentlich. Damit ist die 5 Tage-Grenze deutlich überschritten.

Die Besetzer haben ihr Ziel offensichtlich aus den Augen verloren und nicht erreicht.

Es gibt sicher ein chinesisches Sprichwort, dass man jetzt zitieren könnte, das besagt, dass man einen langen Atem braucht. Brecht hat mal die Mutter Courage sagen lassen, dass man eine lange Wut brauche. Eben.

16 Anmerkungen
CalvinIch habe Sie beide auch lieb… Und alle andere auch (et en Français, on dit “Qui aime bien châtie bien”
The ExitDa fällt mir ein, ich habe gerade gelesen. Aus dem dicken Buch. Und wenn wir alle lieb zueinander sind, dann
The ExitAch, Herr Calvin!

Mozartkugeln für die Blokkupation

Von Frau Indica in - 27. Januar 2006, 17:18 2 Kommentare

“Das Stück, das Stück hat… hat, hat… ein paar Noten zu viel. So nehm er ein paar Noten heraus!” “Und welche, Majestät?” “Die, die eben zu viel sind.” Wenn der klavierklimpernde österreichische Kaiser befindet, das Wunderkind habe zu viel Getöse in seine “Entführung aus dem Serail” hineinkomponiert, dann soll sich der Mozart nicht wehren.

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2 Anmerkungen
The ExitIndica und Grünfisch bei Puccini? Und was hat das mit den Zahlentalenten zu tun? Aber eine Rolltreppe kriegt die Kohleofenoper nicht!
greenfishJa mei, wie sieht das hier jetzt noch schöner aus. Wunderbar! Mein Freund Mozart hätte sein Freude an der schicken

Fragen, die ich stellen sollte,

Von Frau Indica in - 25. Januar 2006, 09:19 14 Kommentare

Original oder Fälschung? Wer wird den Praxishärtetest bestehen? Original "Eileen" von Bodum (re.) gegen "Kaffe" von Ikea.

stelle ich grundsätzlich nicht. Dazu fehlen mir Talent und Feingefühl. Solche wie: “Hast du nicht zufällig ein Paar Ohrhänger mit Bergkristallen für mich in deinem Schmuckkästchen?” Solche, die Antworten hervorrufen, wie: “Sie hätten doch meine Ikea-Durchdrückkaffeekanne haben können. An der werden Sie übrigens keine Freude haben, die funktioniert nicht gut.” Klar, ich weiß ja ganz genau, dass eine oder einer meiner allesbesitzenden Freunde und Innen immer genau das mir vermachen möchte, was mir gerade fehlt.

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14 Anmerkungen
Frau IndicaTrackback von Frau Indica: Richtiger fragen... ...um anderleuts Besitztümer für das neue Zweitdomizil zu erbeuten, ist eine Kunst, die philosophische Dimensionen
IndicaMensch, Frau Generator, an Sie hab ich gar nicht gedacht! Stimmt, wo wir doch kürzlich ein Plastiktässchen Tee (Sie) und
generatorinSpät dran in der Kommentarliste aber gern zu Diensten:Gern auch mit einer Bodum-Kanne, die ich Nichtmehr-Kaffeetrinkerin nicht mehr brauche. Allerdings ist

Hausfrau auf dem Teppichboden

Von Frau Indica in - 20. Januar 2006, 16:01 21 Kommentare

Die geschätzte Leserschaft soll sich nicht unnütz umgewöhnen müssen. Gewohnheiten müssen bedient werden, keine Überforderungen. Lila hat sich darüber, wie immer, kluge Gedanken gemacht:

Außerdem stand da auch, man sollte beim Bloggen vermeiden, Neuleser durch Informationen zu verschrecken, die sie nicht einordnen können. Dann klicken die nämlich sofort weg, die armen Seelen, die zufällig auf diese Seite stolpern, wenn ich ihnen nicht sofort klipp und klar erzähle, wer ich bin, wo und warum. Sondern sie statt dessen das beklommene Gefühl haben, bei einer Party einsam am Buffet zu stehen und Oliven zu zählen, während eine verschworene Clique Insider-Witze erzählt. Nein nein, ein Blog soll sofort zugänglich sein.

Deswegen hier mein Tribut an die Stammleser dieses besetzten Blogs die echte und wahre Hausfrauenfrage, deren Beantwortung mir extrem am Herzen, bzw. auf dem Teppich liegt: Wie kriege ich diese untrennbare Verbindung aus Wachsfleck, Teppichschlinge und rosa Löschpapier wieder aufgelöst?

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21 Anmerkungen
IndicaDie tapfere kleine Hausfrau vermeldet: Handarbeit mit Fön war erfolgreich. Nun ist nur noch ein dunkelgrauer Wachsfleck wie zuvor da.
englYes, indeed! :-)
CalvinDo you actually mean a patchwork-carpet??? That’s a revolutionnary idea!!!

Jetzt spricht die Kuh!

Von Roswitha in - 19. Januar 2006, 19:07 7 Kommentare

Als einzige Blogkuh Roswitha und gewissermaßen Mitinhaberin dieses Blogs sehe ich mich gezwungen einige Worte zur Lage zu sagen:

  • Das ist das Blog von Herrn Exit.
  • Herr Exit ist inzwischen wohlbehalten von seinem Forschungsaufenthalt in Paris zurückgekehrt.
  • Das Blog ist nach wie vor von einer Gruppe “unabhängiger, selbstorganisierter Blogger und Kommentatoren” besetzt, die “Kommunikations- Alternativen entdecken, diskutieren, ausprobieren” will.

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7 Anmerkungen
IndicaDas haben Sie wieder schön gesagt, Herr Grünfisch. Ich werde zumnindest demnächst über die Männerbrust philosophiern. Über Ihre persönliche Brust
greenfishUnd wer schreibt über meine Brüste?!? Jaja, das mag an meiner Mutterfixierung liegen, die unweigerlich zur ausgeprägten Erscheinungsform einer infantilen
Tom.tvRoswitha, ich fand den Busen-Artikel äußerst instruktiv! Sie sind ja nur neidisch, dass man nicht über Ihre Brüste schreibt ;-)

Das Leid eines Besetzers

Von Nils in - 19. Januar 2006, 09:26 10 Kommentare

Wir erleben nun bereits seit einer Woche eine erfolgreiche Besetzungszeit. Im Team lassen sich jedoch leichte Auflösungserscheinungen erkennen, so dass die Aufrechterhaltung der Besetzung einem großen Abenteuer gleicht. Das lässt zumindest der Artikel meiner beiden Kolleginen Frau Buch und Frau Oberhuber erahnen, in Folge einer Aufforderung einen Artikel zu schreiben und sich aktiv in der Besetzerszene zu engagieren.

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10 Anmerkungen
IndicaJawohl, Herr Horch!
CalvinGut gesprochen Herr Nils… ;-)
NilsDie Besucherzahlen sind egal… Kniefall oder verlorenes Blog…

Kampf den Rhinoviren

Von Frau Indica in - 18. Januar 2006, 15:55 11 Kommentare

Ich bin besetzt. Das Rhinovirus hat definitionsgemäß Nase, Bronchien und Nebenhöhlen “vorübergehend” okkupiert. Hoffe ich zumindest. Eine “dauerhafte Besitznahme” von mir, egal ob von Rhinoviren oder, sagen wir mal, Männern, fände ich nicht tolerabel. Ich bin also zum öffentlichen Tummelplatz der Erreger geworden. Sie diskutieren auf meinen Schleimhäuten: “Hey, sollen wir der Alten mal so richtig die Nase verstopfen?” oder “Nee, die kommt uns heute nicht zur Ruhe, soll sie mal ‘ne ganze Nacht durchhusten.”

Na gut, nachdem ich das Thema “Stellenbesetzung” in letzter Zeit durchexerziert habe, dieses Blog instandbesetzt wurde und Herr Grünfisch über die Praxis der Rollenbesetzung und Instrumentalisierung philosophiert hat, muss ich wohl noch die Gesundheitsbesetzung erledigen. Eine Kombination aus Besetzung öffentlicher Orte und Gesundheitspolitik haben heute ja auch schon tausende niedergelassene Ärzte erprobt, die in Berlin gegen ihre Arbeitsbedingungen protestierten.

Nun also das Virus, das sich über Nacht eingeschlichen hat, meine Zellen massenhaft belagert, explodiert und treibt, was es will. Es ist sozusagen die Besetzung an sich in potenzierter Form: Als Virus ... bezeichnet man in der Biologie genetische Elemente in Form von Nukleinsäuren, die als Fremdbestandteile in Zellen von Lebewesen („Wirtszellen“) unabhängig von deren eigenen Nukleinsäuren mit Hilfe der Replikationseinrichtungen dieser Zellen repliziert werden.

Jetzt mach ich mir ein Dampfbad, diese Kriminellen werden ausgeräuchert mit Kamille, weggespült mit kannenweise Roibuschtee und unter Zuhilfenahme bewusstseinserweiternder Drogen am laufenden Meter in die Tempotücher geräumt. Ich werd ihnen was husten, den Besetzern, denen!

11 Anmerkungen
IndicaHilfe, meine Herren, es geht ja wild zu, wenn frau mal einen Tag offline ist. Nein, mein Busen steht bestimmt
CalvinSorry, got scared… I was starting to think… Oh my God, what did they do to him in France for
The ExitIch wollte Frau Indica doch nicht beleidigen. Überhaupt nicht. Inzwischen habe ich wohl gelesen, dass es sich um Viren aus

Ode an die weibliche Brust

Von Frau Indica in - 17. Januar 2006, 00:47 14 Kommentare

Von unserem medizinischen Mitbesetzer Herrn Timo

Dieses Blog ist besetzt, also haben wir die einmalige Möglichkeit, gemäß den Regeln einer echten Besetzung, zu schreiben, was wir wollen. Also machte auch ich mir meine Gedanken, was man für das Pilcherblog im Rahmen einer Okkupation verfassen könnte?

Wir alle haben irgendwann einmal diesen einen Gedanken, vielmehr ist es ein Wunsch, der Wunsch einmal auszubrechen und wirklich ernsthaft das zu tun (oder das zu schreiben), was einen bewegt. Und da dieses Gedankengut durchaus nicht konform mit den Gedanken der geistigen Führung an dieser Stelle sein kann, fiel mir meine Wahl auf einmal gar nicht mehr so schwer. Meine Ode an die weibliche Brust:

Googelt man nach der weiblichen Brust, so erhält man als ersten Eintrag einen Link zu einer schlicht wissenschaftlich und medizinisch seriös wirkenden Seite, die folgendes an Information preisgibt:

„Die weibliche Brust besteht hauptsächlich aus Fett- und Drüsengewebe. Das Fettgewebe verleiht der Brust Form und Festigkeit. Die etwa 20 Drüsenläppchen mit den Milchdrüsen sind rund um die Brustwarzen angeordnet. Der Begriff “Busen”, häufig auch als Bezeichnung für die Brust oder die Brüste verwendet, ist eigentlich nur die Vertiefung zwischen den beiden Brüsten. Mit “Busen” wurde früher auch die Brust als Ganzes bezeichnet, insbesondere auch die männliche Brust.“

Googelt man im Kopf eines Heteromannes nach demselben Begriff, wird man ein gänzlich anderes Ergebnis erhalten:
Worin liegt die Faszination dieses wunderschönen Körperteils begründet? Wäre ich Grafiker, so könnte ich mich sicherlich seitenweise über die vollkommene Form dieses Körperteils auslassen. Nehmen wir beispielsweise die Portraitbetrachtung, ihre Silhouette. Eine Exponentialfunktion unvergleichbarer Vollkommenheit. Eine flach gezeichnete Krümmung an der Oberseite, die in einen, ins Negative umschlagenden Kurvenverlauf auf der Unterseite mündet. Die Konsistenz.
Sicherlich bei jeder Brust eine andere, dennoch haben sie alle das eine gemeinsam: es gibt nichts, was derart schön zu tasten ist.

Im Zentrum der weiblichen Brust die kreisrunde, melaninhaltige Papilla Mammae. Normalerweise entspannt, weich und ruhig, sorgen ihre erektilen Muskelfasern bei entsprechender Berührung dafür, dass es auch am weiblichen Körper eine Stelle gibt, die eine Erregung offensichtlich nicht zu verbergen vermag.
Als Kind eine Wärme, Geborgenheit, Fürsorge und Nahrung spendende Quelle des Überlebens, ist sie für einen erwachsenen Mann unwiderstehliches Objekt der Begierde.

14 Anmerkungen
Uwe KeimLauter Intellektuelle hier. Glaube hier bin ich falsch…
IndicaSeien Sie froh, Herr Exit, dass Sie nicht bei Courbets “L’Origin du Monde” waren. In der Tat, Imagination und Geheimnis
TimoAuch wenn es sicherlich eine sehr amüsante Vorstellung ist, an dieser Stelle eine Abbildung dieses so sehr begehrten Organs des

Liberté, j'écris ton nom... Einige Überlegungen zum Thema Freiheit.

Von Frau Indica in - 16. Januar 2006, 00:11 11 Kommentare

Ein Beitrag von Mitbesetzer Monsieur Calvin

Ich bin daran nicht gewohnt Artikeln zu schreiben, oder mindestens nicht in dieser Form… Die Chance mich als Revolutionär einmal in meinem Leben zu benehmen (das heißt ohne Erlaubnis des Inhabers), konnte ich aber, als Franzose, nicht verpassen ;-) . Freiheit ist ein so schönes Wort. Danke Frau U. für ihre Einladung mein Lieblingsblog mitzubesetzen…

Nirgendwo habe ich es von so großer Bedeutung gefunden wie in Berlin. Als ich in Berlin angekommen bin sind mir einige Dinge eingefallen, die Berlin meiner Meinung nach zu einer besonderen Stadt machen. Berlin ist eine geschriebene Stadt. Von der Mauer bis auf den Mauern haben die Berliner ihre Stadt geschrieben. Von Einstein bis zu der deutschen Madame Michon, alle haben etwas zu sagen. Geträumte Stadt, immer neuer, immer schöner. Man kann Berlin lesen wenn man spazieren geht. Eigenartig. :-D

Nirgendwo hatte ich noch Body-painting in der Nähe von dem Nahrungsmitteln Bereich gesehen. Die Beiden so nah an einander sehen war mir irgendwie komisch (obwohl Nacktheit oder Sex schon immer in der Kunst mit Essen assoziiert wurde). Aber, dass man sich von der religiösen Schäme befreit hat, die immer mit dem nackten Körper verbunden ist, um eine Ausstellung bei Karstadt zu machen finde ich irgendwie Munter. Obwohl… Kann man überhaupt sagen, dass man nackt ist, wenn man geschrieben oder gezeichnet ist??? Wörter und Zeichnen verstecken, nicht wahr? Wörter schützen…

Das Konzept der Freiheit kann manchmal sehr überraschende Formen in Berlin nehmen… Die Süssigkeiten-Dispensers (mir fehlt das Wort auf Deutsch) findet man manchmal in Berlin unter den Zigaretten-Dispensers… Sobald man groß genug ist um seine Münze in dem höheren Loch zu stecken darf man sich problemlos bedienen. Erster Schritt: Bonbons, zweiter Schritt: Zigaretten. “Un jour, tu pourras fumer, mon fils” ;-) . “Treats for adults” as soon as you are bigger than 1m 20… Und keiner beschwert sich, dass es ein schlechter Einfluss auf Kindern haben könnte… Kinder, ihr seid frei soviel zu rauchen wie ihr wollt… 1m 20 ist nicht sehr hoch und Deutsche Kinder sind ja groß. Also kein Problem, es lebe Marlboro, West, Gitanes, Camel and co!!! Los Kinder! Los! Große internationale Unternehmen brauchen euch und ihr trägt dazu bei, das Wachstum zurückzubringen… (Nein, ich habe nichts gegen Kapitalismus, aber auch nichts gegen Ethik…)

Eine so schöne Freiheit…

11 Anmerkungen
CalvinSchön Sie wiederzulesen Herr Exit… Wie war Frankreich? Nur eine Frage: Vergleichen Sie sich irgendwie mit dem Kanzler…in???
The ExitHier werden ja wilde Psychogramme gebildet. Warum ich nach Berlin gezogen bin, lässt sich leicht und banal in zwei Sätzen sagen
CalvinIch glaube er behauptet es sei um mehr Sonne zu finden, weil es immer sonniger im Norden sei… Wenn ich

Zum Thema "Besetzung"

Von Frau Indica in - 15. Januar 2006, 00:48 4 Kommentare

Von unserem Besetzungstheoretiker Herrn Grünfisch

Das Problem der Besetzung findet sich in vielen Bereichen unseres Tuns und spiegelt ganz unterschiedliche Aspekte gesellschaftlichen Denkens und Handelns wider. Meint es im eigentlichen Sinne einer Okkupation die Übernahme einer vorhandenen Staatsmacht durch einen externen Machthaber, so bezeichnet es im Sinne der Hausbesetzung die Inbesitznahme und das Bewohnen einer Immobilie, in deren Besitz man sich eigentlich nicht befindet. In dem uns vorliegenden Fall dürfte es sich somit um eine Okkupation handeln, die durchaus als geduldet hingestellt werden darf. Eine Form der Hausbesetzung ist in unserem, zu betrachtenden Fall ausgeschlossen. Oder wird das Blog des Herrn Exit von irgendjemandem bewohnt, dem es nicht gehört? Dies ist nicht der Fall? Also gut…

Im uns alle doch sehr gängigen und von uns ebenso geschätzten Spiel, welches sich Leben nennt, treffen wir mitunter jedoch auf weitere Unterformen der Besetzung. Beispielsweise im Theater oder in der Oper. Hier hat man das leidige Problem, dass man stets mit nicht selten divenhaften Gestalten gezwungen ist, da diese ein Produkt, das man verkaufen möchte, mit tragen. Eine Niederschlagung im Sinne einer inneren Befreiung ist nicht nur unangebracht, sondern vor allem gänzlich ungesund für die eigenen Freiheit. Entweder schafft man sich die wirkliche Befreiung durch die Beseitigung des niedergeschlagenen Besetzers, der mitunter auch ein wenig irreführend als Besetzter bezeichnet wird, oder man wird womöglich selbst seiner Freiheit beraubt mit dem vorsätzlichen Grund, man habe jemandem Körperverletzungen zugefügt…

Eine ganz besondere Form der Besetzung führte uns der Pop-Star George Michael auf sehr eindringliche Weise vor, als er es wagte, eine bereits besetzte, öffentliche Toilettenzelle erneut zu besetzen. Das sollte man nicht tun – vor allem nicht in den ach so fortschrittlichen Vereinigten Staaten von Amerika. Dann lautet das Delikt auf „Occupying an already occupied toilet booth!“ und führt zunächst zu einer unschönen Freiheitsberaubung, mitunter zu hämischen Gelächter bei der Verhandlung vor Gericht und im Falle der eigenen Prominenz zu einer ausschweifenden Berichterstattung mit vielen lustigen Mutmaßungen zur eigenen „Größe“...

Und was lernen wir nun daraus? Die einzig wahre Besetzung ist doch diejenige der Okkupation. Dann nämlich hat man die Macht und somit alle Fäden selbst in der Hand. Wer dann besetzt wird und wann mit wie vielen Personen eine Toilettenzelle als solche bezeichnet werden kann und muss, das bestimmt man dann letztendlich selbst…

Alles wird grün…

4 Anmerkungen
greenfishIch würde mal sagen: Mittlerweile [!] nicht mehr, gell?!? ;-)
The ExitHerr Grünfisch, ein Text mit Niveau! Der Besetzung angemessen. Ich darf anmerken, dass keine Duldung vorliegt!
greenfishDas wird auch ganz bestimmt noch spannend… :-) Vielleicht gibts schon morgen mehr. Das freut mich jedenfalls sehr!

Wir gedenken eines exaltierten Zeitgenossens

Von Fmü in - 13. Januar 2006, 19:54 8 Kommentare

Ich bin als Gastkolumnist gebucht. Mit dem Vertrauen des Bloginhabers. Da dieses Blog jetzt bereits zumindest im gestalterischen Bereich mir wie Kraut und Rüben erscheint, möchte ich doch an dieser Stelle mal ernsthaft und mit gebotener Ehrfurcht auf den heutigen Gedenktag für einen exaltierten Menschen hinweisen und zur Besinnung mahnen. Einen Menschen, der in der Öffentlichkeit immer nur in der Formation „Herr und Hund“ auftrat. Rudolf Mooshammer der Herr – Daisy der Hund; von der Rasse her Yorkshire-Terrier und ja nie ohne Schleife. Genau vor einem Jahr kam er in seinem Haus nahe München durch einen “Liebesdiener” zu Tode.

In München trauert heute die Gemeinde um Moosi, wie er allgemein genannt wird. Die Berliner und Brandenburger haben sich ebenfalls an die Isar aufgemacht, um ihn zu würdigen. Herr Exit hat ihn bereits blogosphärisch betrachtet und das ausgiebigst. Inklusive der Frage, ob Daisy nach dem fürchterlichen Mord jemals von ihrem Trauma kuriert wurde oder welcher Art das Kabel – Fernseher oder Telefon – war, mit dem Moosi erdrosselt wurde. Zur Ermittlung des Täters hat Daisy übrigens nicht beigetragen, die Fähigkeit der Wiedererkennung dazu hatte ihr ja seinerzeit eine Hundetrainerin zugesprochen. Nun denn, denken wir heute mal nicht an sein exklusives Modegeschäft sondern besonders an sein Engagement für Obdachlose.

Bitte halten sie, werte Mitglieder der Blog-Gemeinde, die nicht in München weilen, einen Moment inne am heutigen Rest-Tage. Und vergessen sie für einen Moment die in diesem Blog temporär vorherrschenden revolutionären Gedanken.

8 Anmerkungen
CalvinSoll er auch auf den Knien kommen und beten für Verzeihung???!!! Oder werden Sie ihn schonen, da Sie gnadenreich und
fmüdazu wird es nicht kommen, frau indica. und an calvin die bitte, eine kurze deutsche zusammenfassung des geschriebenen für nicht
CalvinIl doit aussi demander pardon à genoux???!!! Ou l’épargnerez-vous dans votre clémence et votre immense bienveillance??? Armer Herr Exit… In

Glückwunsch!

Von Frau Indica in - 13. Januar 2006, 09:43 26 Kommentare

Den Kuchen für Sie hätte ich schon, Herr Horch. Das Ständchen singt Ihnen Reinhard May. Nur die Kerzen müssen Sie selbst auspusten. Alles Gute zum Geburtstag!

Kaufen Sie sich, wenn Sie dermaleinst Konzernchef sind und nur noch an feindliche Übernahmen denken, einen Oldtimer Ihrer Marke. Und vergessen Sie nicht, die Weltöffentlichkeit an Ihren profunden Kenntnissen über “Kinder- und Musikgeschmack des Prenzlwichsers” auch weiterhin in wissentschaftlichen Abhandlungen partizipieren zu lassen.

Aber das ist ja noch ein paar Tage hin. Bis dahin übereigne ich Ihnen dieses “Kuchenmodell Eierlikör” und ein flammendes “Happy Birthday”. Vergessen Sie nie die Weltrevolution! Mit besetzerischen Soli-Wünschen…

Jungen Männern in diesem Blog zu gratulieren, scheint eine Tradition zu werden. Daran könnte ich mich gewöhnen. Herr Grünfisch, sind Sie nicht auch bald dabei?

26 Anmerkungen
IndicaWiederauferstanden nach nur einem Tag, juchhu! Das schafft noch nicht mal die Seifenoper… ;-)
CalvinMerci… Bon je vais essayer d’arrêter de faire le yoyo, mais je ne promets rien…
The ExitWillkommen zurück, Herr Calvin

Vergessener Hochzeitstag

Von Nils in - 12. Januar 2006, 22:38 4 Kommentare

Es folgt ein weiterer Artikel von der Besetzerfront.

Wir werden nicht kleinbeigeben!!! ;-)

Seit heute geht mir folgender Sachverhalt durch den Kopf:

Es begann alles mit einer Geburtstagsmail, die von der Sekretärin des Rektors meiner wunderbaren Uni für jeden/jede Mitarbeiter/Mitarbeitering zu seinem/Ihrem jeweiligen Geburtstag versendet wird.

Bei einem Treffen auf dem Gang mit Frau Zeitschrift (Name der Redaktion geändert) kamen wir auf diese Mail zu sprechen. Plötzlich entglitt es Ihr: “Scheiße, hat Frau M. heute Geburtstag? Dann habe ich ja Hochzeitstag!!! Das habe ich total verschwitzt.” Nach einer kurzen Denkpause, mit verbundenem Schrecken, kam noch: “Naja, mein Mann ist heute auch ganz unbedarft aufgestanden. Er hat wohl auch nicht dran gedacht.”

Die Fragen, die sich mir nun stellen sind:
1. Wie geht man mit diesem Missgeschick um? Noch schnell ein Geschenk kaufen und dem Partner am Ende des Abends das Geschenk unter die Nase halten?
2. Oder einfach zusammen drüber lachen und sich vornehmen es das nächste mal besser in Erinnerung zu halten. (Damit meine ich nicht die nächste Hochzeit)
3. Kann mir so etwas auch passieren?

Ich werde weiter drüber nachdenken…

Besetzerische Grüße!

4 Anmerkungen
IndicaFreie Gedenktage für eine freie Beziehungswelt!
Frau ZeitschriftDie Idee, einen Tag zu vereinbaren, finde ich gut. Ich würde hier den 24.12. oder – vielleicht noch besser –
fmüdas ist vermutlich bei männern und frauen, die in lebensabschnittsgemeinschaften leben, nicht so gravierend. hier gibt es ja eigentlich nur

Kuchenideen

Von Nils in - 12. Januar 2006, 16:13 9 Kommentare

Da wir quasi in den Bestzungsstand übergegangen sind möchten wir im Folgenden kurz die die betriebswirtschaftlichen Hintergründe für diesen Vorgang darstellen.
Um mit den Worten aus Herrn S. täglicher Arbeit zu sprechen, es handelt sich um eine feindliche Übernahme des Blogs von Herrn S. Eine Unternehmensübernahme wird dabei definiert als

”...das Erlangen von Kontrolle über ein Unternehmen. Unter Kontrolle kann die Befugnis zur Festlegung der Ziele und Bestimmung der Geschäftspolitik verstanden werden.”

» Ganzen Artikel lesen

9 Anmerkungen
IndicaHerr Calvin, das ist übrigens eine interessante Deutung – die Übernahme, ohne dass die einzelnen Partner untereinander fusionieren. Hmm, wäre
Calvin@ Herrn Nils: Danke, gerne! Wie ist der Kuchen-Event ohne Zebrakuchen gelaufen?
greenfishIch hoffe, bei den vielen Deutungen der Übernahme übernimmt sich hier keiner! ;-)

BLOKKUPATION

Von Frau Indica in - 12. Januar 2006, 00:31 24 Kommentare

Das ist unser Blog! Volx-Blog statt Pilcher-Erpressung!

Heute, am 12. 01. 2006, ist gegen 00.30 Uhr das kürzlich erst von einem Erpresser unbewohnbar gemachte Blog.The Exit.Net (Berlin-Wedding) besetzt worden. Der BesetzerInnen-Rat hat für die nächsten Tage noch weitere Aktionen angekündigt.

Auch im Jahr 2006 geht`s munter weiter mit Demokratieabbau, Verschärfung des Schreibzwanges und Repression gegen alternative Kommentarstrukturen. Die Providermieten werden immer höher, Lebensmittelpreise steigen. Im Gegensatz dazu sinken die Löhne und die sozialen Ausgaben werden ständig weiter gekürzt.

BLOKKUPPATION, ein Kongress unabhängiger, selbstorganisierter Blogger und Kommentatoren will Kommunikations-Alternativen entdecken, diskutieren, ausprobieren. Vom 12.-20. Januar 2006 treffen sich unterschiedlichste Blogger im besetzten Blog.The-Exit.Net gemeinsam um auch praktisch der Umstrukturierung von oben entgegenzuarbeiten.

“Freiräume öffnen statt Blogerpressung!” “Freiräume statt Leerstand! Schafft 1, 2, 3, viele soziale Blogs!” Freie Blogs für alle!” sind die Forderungen der BesetzerInnen.

An diesem Donnerstag werden verschiedene Gruppen zahlreiche lange ungenutzt leerstehende Blogs zu neuem Leben erwecken. Sie werden Blogs wie Blog.The-Exit.Net instandbesetzen und wieder lesbar machen. Für gerechte, Pilcher-Zwang-freie Volx-Blogs! Schickt uns Flugis mit euren Beiträgen an indica39 at web punkt de.

Die Forderungen bleiben: unabhängige Soziale Blogs statt Sozialabbau! Freiräume statt Blog-Leerstand! Änderung der Berliner Linie! Keine weiteren Räumungen von Pilcher-Zwang-freien Blogs!

24 Anmerkungen
IndicaSehen Sie, Frau Rebekka, so weit kann’s kommen. Bloggen ist eben Leben “in echt”, dahinter kommen Sie und Herr Exit
RebekkaOh, da habe ich ihm ja jetzt was eingebrockt…
IndicaAuf jeden Fall, ohne öffentlichen Kniefall geht da gar nichts mehr. Ich halte die Kamera bereit. Über die Wiederaufnahme als

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