Ein Bekannter rief mich die Tage an. Ob ich zu einer Wohnungsbesichtigung mitkommen könne. Herr Exit — der mit dem großen Herzen — sagte natürlich zu und so besichtigten wir die Wohnung von Außen und das Haus von Innen — die Wohnung blieb wegen Abwesenheit des Vormieters verschlossen.
Statt auf meine wohlweislichen Worte zu hören, dass eine Wohnung im Wedding empfehlenswert sei, muss mein Bekannter nun mit der letzten noch freien Wohnung vorlieb nehmen. Last Exit Provinzstraße sozusagen. Aber wir wollen exakt bleiben. Die Wohnung liegt an einer Querstraße zur Provinzstraße — kurz vor der Preußischen Nordbahn und der Bezirksgrenze zu Pankow, wo sich auch der “malerische” S-Bahnhof Schönholz befindet.
Wir haben uns dann noch ein klein wenig die Gegend angesehen. Sehr beschaulich, viel Grün, ein wenig Altbaubestand, viel Wohnraum der 60er Jahre und man hat das Gefühl, noch viel Erstbezugsbewohner. So grüßten von manchen Balkonen die Gartenzwerge, Plastikhündchen oder andere Kobolde.
Ich überlege nun, was ich dem Bekannten zum Einzug schenken könnte. Irgendwie lässt mich der Gedanke nicht los, dass sich in dieser Gegend zwei Ölgemälde mit Bergmotiven äußerst gut, ja nahezu harmonisch, einfügen könnten.
Aber eine Problematik bleibt: Wie sorge ich dafür, dass die Bergpanoramen dauerhaft in Reinickendorf an der Wand hängen? Habt ihr Argumentationshilfen? Und solange die Bergpanoramen in Reinickendorf hängen, verspreche ich, Gobelins und Kamineinfassungen aus meinem Wortschatz zu streichen.
25 Anmerkungen
creezy Ungerahmt, versteht sich.
creezy Sie lenken gerade von den Fotos ab, lieber Herr Exit! Ich fühle das …
Vielleicht sollten wir ihm lieber eine kleine
The Exit Frau Creezy! Es ist lediglich seine erste eigene Wohnung in Reinickendorf!









