
Hier war ich am Wochenende. Wie immer, in wichtiger studentenanwerbenden Mission zur zukünftigen Sicherung meines Einkommens. Und statt der üblichen Schlappheit nach der Rückkehr von Dienstreisen, fühle ich mich heute irgendwie ausgeglichen. Ob es daran lag, dass der ICE direkt von München Hauptbahnhof nach Gesundbrunnen (International) gefahren ist? Oder ob es einfach nur an München lag und an den Sonnenstrahlen, die uns im Hofgarten auf der Bank das Gesicht wärmten?

So eine ICE-Fahrt trainiert die Gelassenheit. Wenn man erfährt, dass der Stationenansager durch die Bordsprechanlage flötet, dass er sich von den Fahrgästen verabschiedet, die in Jena Paradies aussteigen möchten. Ob er anzweifelt, dass jemand ernsthaft dorthin möchte? Aber es ist ja nicht Hoyerswerda. Aber Reinhard Mey hat sicherlich nicht dieses Paradies besungen.

Aber ich bin gelassen. So auch, als mir der IKEA-Rahmen beim Auspacken heute Abend zersprang, und ich 45 Minuten am Produktrückgabeschalter ausharrte. Und ich stehe sowas über den Dingen, wenn ich in anderen, bösen, weil nicht-PGL-kompatiblen, Blogs von Schokoladenkuchen lesen muss, garniert mit Sahne-Content.

Und ich bleibe auch noch entspannt, obwohl Kare, der absolute Wohnsinn (und Dealer des Vertrauens für Dekohimmel und -höllen) keine Filiale in Berlin unterhält.
Nur bei schlechtem Hotelfrühstück, da bleibe ich unentspannt. Aber das ist ja jetzt auch vorbei.

