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Heimtückisches Funkfernsprechertexttelegramm im Bodemuseum

Von Exit in - 22. Oktober 2006, 20:36 2 Kommentare

Gerade wenn die Zeiten hart sind, muss man etwas zur eigenen Zerstreuung tun und so kann man sich beispielsweise mit vielen anderen Kust-, Kultur- und Senstationsinteressierten in die Schlange an der neuen Monbijoubrücke einreichen um das Bodemuseum zu besuchen, das sich der Spätantiker und Byzantinischen Kunst widmet. Natürlich bin ich erst am Samstag in den Tempel der Kunst gezogen, denn so habe ich wenigstens mit meinem Eintritt (4 EUR für Studenten) einen Beitrag zu Rettung der Berliner Finanzen geleistet.

Beim meinem Antrittsbesuch erreichte mich ein Funkfernsprechertexttelegramm. Diskret fummelte ich am Geräte, denn ich bin neugierig, um zu erfahren, welche Nachricht mich erreicht hatte. Das Telegramm war jedoch gar nicht textlicher Natur. Aus LFW kamen Bild und Ton und schallen aus dem Kleingerät zwischen Hochaltären der Hochgotik. Ich wurde kompromittiert und von der Aufseherin strafend angesehen. Die Wunder der Technik!

Und das Bodemuseum? Um es jetzt einmal nicht hochkulturell auszudrücken: schööön.

Mir hat es gefallen, immerhin, das Gebäude wurde ja vom Feinsten renoviert. Besonders beeindruckend waren die lichtdurchfluteten Räume, die Gemälde und Statuen wurden sehr hell gehängt und so kamen die Farben besonders gut zur Geltung. Ein 400-jähriges Ölgemälde muss nicht immer düster und dunkel sein. Möglicherweise hat auch der Restaurator etwas zu stark am Farbregler gedreht, aber Pink, Grün, Signalblau – das ist die Pop-Art der Gothik.

Außerdem jede Menge Kunst der Gothik aus der Heimat. Figuren, Altäre, wie man sie in Oberschwaben sehr häufig findet. Deshalb kamen mir wohl manche der Objekte “bekannt” vor.

In der Münzsammlung findet sich sogar die Deutsche Mark wieder, eine Gedenkmünze zum internationalen Frauentag (finde ich, sollte erwähnt werden) und jede Menge Münzen zur Einheit. Besonders spitz: Gottes Hand, die eine Banane reicht.

Verbesserungsfähig ist definitiv das Türgeräusch, denn diese fallen klappernd und dröhnend ins Schloss.

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2 Kommentare

1

Konrad
24. Oktober 2006, 14:33 #

Oh da muss man ja glatt mal Nachts nach Berlin kommen :-)

Aber wenn du die Finanzen deiner Wahlheimat schon hättest unterstützen wollen, dann hättest du den vollen Betrag gezahlt und nicht nur den Ermäßigten :-)

2

The Exit
24. Oktober 2006, 15:33 #

Irgendwo muss ich auch an mich denken!

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