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Besucher Maloney nach Marzahn verführt

Von Exit in - 28. Februar 2006, 07:27 9 Kommentare

Ich hatte es bereits angedeutet. Herr Maloney äußerte sich sehr kompromittierend über Berlin und so kann der Ausflug auf den Dachboden als eine eher milde Strafe gewertet werden.

Kaum dass Patrick die Irritationen um einen amoklaufenden Dirigenten verarbeitet hatte, lockte ich mit Sirenengesang. Es gebe ein architektonisch wertvolles Stadtviertel, Marzahn und man könne mit der Straßenbahn eine Rundfahrt machen.

Als dann kurze Zeit später die M 8 durch das Industriegebiet rumpelte, und die riesigen Plattenbaufassaden von Lichtenberg an der Straßenbahn vorbeizogen, war Patrick beunruhigt, panisch wurde er erst, als ich ihn am Helene-Weigel-Platz auszusteigen hieß.

Nein, ich setzte Herrn Maloney nicht aus. Wir flanierten um die riesigen Wohnblöck ein Springpfuhl und bummelten über die Allee der Kosmonauten, die zwar einen sehr poetischen Namen trägt, aber doch nur profan wirkt.

Die Dorfidylle des historischen Ortskerns Marzahn ließen wir aus und saßen auch schon in der Bahn Richtung Risaer Straße in Hellersdorf. Spätestens an diser Stelle wird jeder Berliner die Augen verdrehen, aber so finster war es gar nicht.

Den Ausflug rundeten wir mit einem Kinobesuch ab, im Le Pom, bei spottbilligen Preisen. Es würde sich lohnen, fürs Kino raus zu fahren.

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9 Kommentare

1

Sandra-Lia
28. Februar 2006, 10:03 #

hab ich doch schon im Hauptstadtblog geschrieben.. :)

2

fmü
28. Februar 2006, 15:40 #

wo kommt herr maloney denn eigentlich ursprünglich her? ist es da soviel schöner?

3

The Exit
28. Februar 2006, 16:33 #

Sandra Der Artikel war mir so wichtig, dass es ihn zwei Mal gibt. Einmal als offizielle Version (Hauptstadtblog) und einmal als private Version hier im Blog.

Herr Maloney kommt ursprünglich aus Hildesheim. Wohnt aber derzeit in München und produziert das Gas von Morgen.

4

Herr Timo
28. Februar 2006, 19:31 #

Jaja, das Gas von Morgen. Ein angenehmer Sonntagsbrunch im Wedding war das mit Herrn Maloney, Frau Indica, Herrn Henning und Ihnen :)

5

Patrick
28. Februar 2006, 21:58 #

Meine hochverehrten Berliner Blogger. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Sowohl Hildesheim als auch München haben keine so abgefahrenen Wohnviertel zu bieten wie Berlin.

Btw, wieso siezt ihr euch eigentlich alle? Ich blätterte eben im Flieger im Focus und stieß auf ein Interview mit Loic Le Meur, dem nach Focus-Angaben Wortführer der europäischen Blogger-Szene. Le Meur: Blogger duzen sich. Er hatte kürzlich das Vergnügen, den franz. Innenminister für seinen Blog zu interviewen … und duzte ihn natürlich. Und ihr? Etwa eine Anti-Haltung zum Blogger-Establishment?

@ Matthias: Das Interview schicke ich dir morgen.

6

The Exit
1. März 2006, 07:43 #

Herr Maloney, es gibt Bloggerkreise, die forcieren die Du-Kultur. Aber zum “gepflegten Dummschwätz auf höchstem Niveau” gehört eben auch das elaborierte Sie, die Sehnsucht nach dem Glanz vergangener Tage!

7

Calvin
1. März 2006, 10:24 #

Manche Franzosen vergessen was “bonnes manières” und “courtoisie” heissen. Es heisst aber nicht, dass wir uns alle wie Dummköpfe benehmen müssen. Ich kann mich nicht vorstellen, dass dieser Herr Le Meur so unhöflich gewesen ist und sich es erlaubt hat, den Minister zu dutzen!!!!!!!!!!!!!!!!!
Selbst als ich dem Präsident geschrieben habe (ich war 12 oder so und wollte in Schloss Elysée eingeladen werden) habe ich ihn nicht gedutzt. Ich habe nur nicht “Monsieur Le Président” am Ende geschrieben, sondern nur “Monsieur”, und habe die Mail 10 Mal geschickt. Und meine Eltern haben mich beinahe umgebracht.

8

The Exit
1. März 2006, 10:26 #

Und? Herr Calvin, waren Sie dann beim Herrn Minister?

9

Calvin
1. März 2006, 10:28 #

Nein. Er hat mich nicht Eingeladen Calvin crying But someday, I will be president, and I won’t need any invitation (joke)...

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