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Kuchen mit ohne Kaffee

Von Exit in - 18. Februar 2006, 13:25 29 Kommentare

Liebe Leser! Ich habe ein akutes Entscheidungsproblem.

Frau Anna-Monika Dimmer-Hänselmann (Doppelnamen liegen total im Trend) lädt zum Kaffee. Sie habe Kuchen spontan gebacken und erwarte nun den Kollegenkreis.

Problem: Möglicherweise könnte der Kuchen vergiftet sein, mich ans Bett fesseln, und somit sämtliche Lernanstrengungen für Montag nichtig machen.

Darüberhinaus wird der Kuchen ohne Kaffee serviert. Allerhöchstens sei Wiener Melange aus der Instantbox zu erwarten. Instantkaffee! Pfui!

Jetzt sind Kaffee und Kuchen komplementäre Güter, vor allem für Schwaben am Nachmittag um Vier, das heißt, auf ein Stück Kuchen muss eine Tassee Kaffee kommen. Im vorliegenden Fall muss ich mir den Kaffee selbst mitbringen!

Soll ich dann überhaupt die Anreise wagen?

Nachtrag: Anreise mit selbst gekochtem Kaffee in Thermoskanne hat sich gelohnt. Schokoladenkuchen war köstlich!

Der Kaffeemangel im Hause Dimmer-Hänselmann ist andererseits weniger verwunderlich. Nach dem Reichstagsbesuch stieß der Vorschlag, das Barcomis zu besuchen, auf wenig Begeisterung, das Barcomis wurde dann auch als “Mitte-Hippster-Location” abgetan. Dabei brühen die dort mehrfach geprüften und authorisierten kaffeesnobtauglichen Qualitätskaffee!

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29 Kommentare

1

Timo
18. Februar 2006, 13:39 #

Na aber – überlegen sie doch mal Herr Matthias! Ihren Kaffee würden sie so oder so kochen. Wenn sie jedoch auf das Angebot eingehen, bekommen sie auch noch selbstgebackenen Kuchen zum Kaffee – sie sehen: sie können nur gewinnen!

2

The Exit
18. Februar 2006, 13:48 #

Aber ich werde den Kaffee zum Kuchen tragen müssen. Und der Kuchen ist in Charlottenburg!

3

Timo
18. Februar 2006, 13:50 #

Ok. Das erschwert die Entscheidung schon… gibt es keine Möglichkeit den Berg zum Propheten zu locken? ;)

4

Marlene
18. Februar 2006, 14:28 #

Nein, gibt es nicht. Es gibt also nur noch eine Entscheidung zwischen “Kuchen ja” oder “Kuchen nein”.
Zumal die nette Kollegin ausschließlich zu Kuchen und nicht zu Kaffee einlud…

5

The Exit
18. Februar 2006, 14:29 #

Kaffee ist doch bei Kuchen inbegriffen. So zumindest der Sprachgebrauch in Süddeutschland.

Liegt hier eine interkulturelle Differenz vor?

6

Timo
18. Februar 2006, 14:39 #

nein nein! Selbst bei uns in Niedersachsen ist der Kaffee in der Regel in einer Ladung zum Kuchen mit inbegriffen!

7

Timo
18. Februar 2006, 15:51 #

Herr Matthias? Sind sie jetzt schon auf dem Weg zu Kaffee und Kuchen…

8

fmü
18. Februar 2006, 16:13 #

@ marlene: kaffee gehört zu kuchen unabdingbar dazu, da gibt es kein pardon.

herr exit, kehren sie doch auf dem weg nach charlottenburg noch einmal am schnellkauf bahnhof zoo ein und ergattern ein päckchen. instant-kaffee ist zum weglaufen, das merkte ich schon vor jahren bei meiner einstigen oma. da war ich zwar selbst noch kein kaffeetrinker, jedoch der geruch ließ mir schon das blut in den adern gefrieren.

9

The Exit
19. Februar 2006, 11:10 #

Ich habe mich dann für die Thermoskannenvariante entschieden!

10

IG
19. Februar 2006, 20:40 #

Doppelnamen nerven.

11

The Exit
19. Februar 2006, 22:30 #

Ach, Herr Grabbelfisch, ein Doppelname nervt? Was würde man denn bei Ihnen kombinieren?

12

Chrisfried
19. Februar 2006, 22:50 #

Kaffee ohne Kuchen geht; aber umgekehrt – undenkbar. Was sind das schon wieder für neue Moden?

Herr fmü Sie haben recht: Instant geht gar nicht; wehret den Anfängen! Haushalte ohne koffeinhaltige Heißgetränke sollte man meiden, es sei denn, sie/er sieht einfach umwerfend aus.

P.S.
“Barcomi’s – das feine Café mit hausgemachten amerikanischen Köstlichkeiten in Berlin” und “A cup of culture BERLIN”.

OH weh!

13

The Exit
19. Februar 2006, 23:04 #

Herr Chrisfried, war das jetzt die Absolution? Dann werden wir wohl dem Haushalt Dimmer-Hänselmann eine Kaffeeproduktionsstätte schenken müssen. Kennen Sie eigentlich das Barcomis?

14

IG
20. Februar 2006, 08:42 #

Was würde man denn bei Ihnen kombinieren?

Nichts. Das finde ich überflüssig, das würde bei mir nie in die Tüte kommen. Dann soll man sich als Ehepartner doch entscheiden, seinen alten Namen zu behalten, oder den neuen anzunehmen, aber Doppelnamen sind meganervig. Aber darum geht es hier ja eigentlich gar nicht.

15

ds
20. Februar 2006, 14:39 #

Barcomi’s’ Kuchen schafft mir neben dem Apostrophproblem gerade schöne Erinnerungen an deliziöses Gebäck. Und auch der Kaffee überzeugt.. gerne also eine Absolution von mir, Matthias, wenn hier sonst niemand drauf anspringt.

Und wegen dem Apostroph oben: weiterführende Hinweise zur Richtschreibung, anyone?

Petras Kuchen (“Petra ihr Kuchen”)
Klaus’ Kuchen (“Klaus sein Kuchen”)

Kuchen bei Barcomi’s
Barcomi’s’ Kuchen? (“Barcomi’s sein Kuchen”?)

16

The Exit
20. Februar 2006, 15:41 #

Hier geht es doch gar nicht um Apostrophe, sondern die entsetzliche Tatsache, dass es keinen Kaffee gab!

17

Chrisfried
20. Februar 2006, 18:10 #

In der Tat, wir sollten hart am Thema bleiben!

Ich trinke meinen Espresso, wenn ich in Berlin weile, ja immer bei Coffee Balzac am Ernst-Reuter-Platz; obwohl ich bei mir zu Hause gerne mal gegen Coffee-Shop-Ketten wettere. Balzac ist aber wenigstens nicht amerikanisch und der Espresso ist sehr ordentlich.

Ich habe da immer so ein komisches Gefühl, wenn ich “amerikanische Spezialitäten” im Zusammenhang mit Kaffee höre.

Aber konkret: Ich habe keine Ahnung, ob Barcomi’s OK ist, werde das aber bei meinem nächsten Berlin-Besuch evaluieren. Bei “Barcomi’s” handelt es sich ja wohl um eine “Wort-Bild-Marke”; da spricht man nicht über Rechtschreibung, glaube ich jedenfalls.

Einem Haushalt, auch wenn es ein Doppelnamenhaushalt ist, eine KPS zu schenken, kann meines Wissens sogar steuermindernd geltend gemacht werden – und ich sage: zu recht!

18

ds
21. Februar 2006, 02:20 #

Ich finde das Apostrophthema durchaus relevant, auch ohne Kaffe’e.

Balzac ist klasse, aber unterm Strich kein Unterschied zu anderen Ketten, egal welcher Herkunft. Das Gebäck ist dort hervorragend, der Kaffee okay (vormals sogar großartig, als man noch die bekannten brasilianischen Bohnen aus den silbrigen Dosen mit dem fremden roten Schriftzug, den jeder kennt, verwendet hat), die Qualität liebenswert schwankend und das Gesamtempfinden allenfalls dadurch beeinträchtigt, dass dort durchgängig geraucht wird.

Der Kuchen bei Barcomi’s ist hausgemacht und die leckerste Form von Zucker, die man sich vorstellen kann. Unbedingt testen! Und den Kaffee kann man sich direkt in Kreuzberg rösten lassen, wenn man etwas Zeit mitbringt.

19

Calvin
21. Februar 2006, 08:54 #

Balzac ist nicht sehr gut (die Türen schliessen nicht automatisch), Leute sind völlig egoïstisch und schliessen sie nicht hinter sich und wenn Sie vor der Tür mit Partner in life sitzen, dann haben Sie Pech gehabt. :-(

20

Chrisfried
21. Februar 2006, 20:38 #

@ds:
Ja ja, Illy ist schon ein prima Espresso…

Im Balzac gibt es meines Wissens ein Raucher- und ein Nichtraucherabteil.

Sie sprechen so oft über Gebäck, was empfehlen Sie denn da genau?

@Calvin:
Ich find’s ziemlich lustig eine Espresso-Bar nach dem Schließmechanismus der Tür zu beurteilen.

21

ds
22. Februar 2006, 10:33 #

Chrisfried, im Balzac ist der Carrot Cake zu empfehlen (Achtung, extrem süß), bei Barcomi’s nahezu das gesamte Angebot, von dem man sich auch einen Probierteller zusammenstellen lassen kann.

22

The Exit
22. Februar 2006, 10:35 #

Wobei die Torten bei Barcomi’s auch sehr reichhaltig sind. Aber gut. Exzellent gewissermaßen!

23

Chrisfried
22. Februar 2006, 18:20 #

Mmhhh. Muss ich mal in Augenschein nehmen…

24

ds
23. Februar 2006, 13:14 #

Wenn wir jetzt noch die Sache mit dem Apostroph kl’ären können?

25

Chrisfried
4. März 2006, 10:06 #

@ds
Ich gebe Dir recht, Recht hast du! Das Logo von Barcomi’s ist – nach der alten Rechtschreibung jedenfalls – grammatikalisch falsch.

Schon Anfang der 90er entsetzte sich die “Zeit” über die “konsequente, ja absolut vollständige Negierung des deutschen Genitivs”. Es zeigt sich, dass der angelsächsische Genitiv von den Sprachpflegern trotz aller Mühen “nicht zu stoppen” ist.

Wie sieht das eigentlich mit der Reform der Reform der Reform der deutschen Rechtschreibung aus? Was gestern falsch war, kann heute oft so oder so geschrieben werden oder?

Ich ignoriere jedenfalls die neue Rechtschreibung, so lange ich kann. Ich komme in meinem Alter da auch gar nicht mehr mit…

26

Calvin
5. März 2006, 18:34 #

Herr Chrisfried, als guter Franzose, habe ich ein Gefühl für “confort”, das sehr entwickelt ist… Und wenn mein Kakao kalt wird und meine Freundin mit blauen Händen vor mir steht, kann ich das wirklich nicht “Confort” nennen…
Was liebt man bei Balzac: es ist genauso cool wie Starbucks, aber mit Sesseln (also schön gemütlich). Wenn die Gemütlichkeit weg ist gehe ich lieber auf der Pariser Platz zu Starbucks, und lasse mich dort im Sommer meine Muffins von den Spatzen klauen… (Passen Sie wirklich auf, sie sind dort echt gefährlich)...

27

Indica
5. März 2006, 18:45 #

Aber, die Herren, wissen Sie nicht, dass das Barcomi’s seinen – auf Deutsch – falschen Apostroph als amerikanisches Café wirklich zu Recht trägt? Lydia Barcomi ist Amerikanerin (und meines Wissens nach Tänzerin noch dazu), so dass gerade sie ihr Café mit Anglo-Akzent benennen darf.

Sage selbst ich als Deppen-Apostroph-Hasserin…

Herr Calvin, Sie tun gut daran, Cafés auch nach dem Durchzugfaktor zu beurteilen. Wer mag schon einen gemeinschaftlichen Nachmittagskaffee mit grippalem Infekt oder gar Schlimmerem bezahlen?

28

Calvin
5. März 2006, 18:54 #

Hat sie selbst das Café gegründet?

29

Calvin
5. März 2006, 19:03 #

Nach dem guten deutschen Grammatik sollte ich eigentlich schreiben:
Hat sie das Café selbst gegründet?
Sorry, ich schreibe immer bevor ich überlege… Und wenn es hier um Rechtscheibsreform geht sollte ich mich wenigstens bemühen, sonst griege ich von meinen alten Lehrern in Rheinland eine 6 -...

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