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Kuriositäten

Von Fmü in - 3. Februar 2006, 00:16 13 Kommentare

Vor nicht allzu langer Zeit verriet es Frau Indica in ihrer Laudatio zu meinem Ehrentag. Ich habe zuweilen einen Hang zu Kuriositäten. Wie zum Beispiel Klingeltöne. Nicht diejenigen, die kleine und große Funkfernsprecher-Liebhaber – ich nehme mich selber nicht aus – so gerne für teures Geld herunterladen. Sondern das Tuut-Tuut im Hörer, die sogenannten Rufzeichen. Die können zwar nicht mit der gleichen Bandbreite an Varianten wie diejenigen Töne, die aus Telefonen kommen, aufwarten, aber immerhin. Während sich beispielsweise das deutsche und französische Rufzeichen nur durch die Länge des Tones unterscheiden, wobei das französische ein wenig länger ist, haben die Engländer den Doppel-Ring. Dazu kein Tuten, sondern einen pulsierenden Purr-Purr-Sound. So auch in Südafrika und Singapur. Rufen Sie doch mal in Kapstadt oder London an und überzeugen Sie sich selbst.

Nein, keine weiteren Details. Es gibt schließlich auch andere Kuriositäten. So zum Beispiel Herrn Nobbi. Ob er Einwohner Klein-Bloggersdorfs ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Das er Anhänger und wahrscheinlich sogar Fachmann für Mobilfunknetze ist, ist dagegen offenkundig. Zumindest die Einwohner Karlsruhes erfahren auf seiner Seite von den Standorten der einzelnen Sender, auch Basisstationen genannt. Wo die Netzbetreiber diese noch trickreich in den nahegelegenen Wäldern getarnt hat, so daß sie wie Äste aussehen, ebenfalls. Und weil zu einer Basisstation auch noch ein Verteiler gehört, zeigt seine Schaltschrank-Show die verschiedenen Typen einschließlich der jeweils eingespeisten Netze.

Verwundert es da, daß ich in meiner grauen Vorzeit als Lokaljournalist einst für die Leser über das raffinierte Versteck von Basisstationen berichtete? Es wird nicht nur von Hochhäusern oder Fabrikschloten gefunkt, sondern zum Beispiel auch vom im Turm des Spandauer Rathauses oder einer benachbarten Kirche. Und allzeit wacht der Denkmalschutz: Der Sender paßt sich den Umgebungsfarben harmonisch an. Straßenlampen der DDR waren auch schon mal Gegenstand meines Interesses. Auch als Quartett erhältlich.

Kurios genug?

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13 Kommentare

1

Timo
3. Februar 2006, 12:00 #

Werter Herr Matthias, ich muss dich leider Enttäuschen. Es gibt bereits die nervende Möglichkeit bei einigen Mobilfunkanbietern sein „Rufsignal“ zu personalisieren. So kann man sich seinen individuellen Favoriten aus der Musikgeschichte aussuchen und der Anrufende wird fortan mit genau diesem Song beschalt, sobald das Tuten sonst ertönen würde.

2

The Exit
3. Februar 2006, 12:02 #

Werter Herr Timo. Darf ich Sie darauf hinweisen, dass diese bonfortionöse Artikel von Herrn Fmü verfasst wurde?

Trotzdem haben Sie in der Sache recht! Beim Herrn Fiene, da tute es zum Beispiel so seltsam.

3

fmü
3. Februar 2006, 12:10 #

stimmt, wo sie es sagen, meine herren, das hatte ich ganz vergessen. wahrscheinlich auch verdrängt, da nicht typisch für rufzeichen.

und wenn wir schon mal dabei sind, sollten wir nicht unerwähnt lassen, daß tk-nebenstellenanlagen, aber auch faxgeräte einen eingehenden anruf “an sich reißen” können und sich mit völlig abstrusen lauten melden.

4

The Exit
3. Februar 2006, 12:13 #

Aber Wartemusik ist doch etwas sehr schönes. Ich rufe am liebsten bei der Österreichischen Nationalbank an. Die spielen sehr schöne Musik!

5

fmü
3. Februar 2006, 12:41 #

kennen sie, herr exit, auch das grauen in sachen wartemusik? “eine kleine nachtmusik” als synthi-glockenspiel in behördlichen warteschleifen.

6

holger
3. Februar 2006, 16:03 #

@ Timo & The Exit
Ich konnte mir ein Schmunzeln ob der ersten beiden Kommentare ja nun wirklich nicht verkneifen.

So gehe auch ich immer davon aus, das ein Privates Blog – und zu dieser Gattung zählt “The Exit” augenscheinlich – vom Inhaber selbst geschrieben wird. Das es hier desöfteren nicht so ist, weiß ich zwar, aber ich lese trotzdem immer lediglich Überschrift, Beitrag und wenns interessant klingt klicke ich auf “mehr”.

Auch mir ist es nicht aufgefallen, dass der Autor dieses Beitrages grad mal nicht Herr Exit war, da ich das Kleingedruckte nicht gelesen habe.

Vielleicht sollte man das Kleingedruckte in Zukunft etwas größer drucken, damit die Überflieger und Schnellleser nicht so in die Irre geleitet werden.

7

The Exit
3. Februar 2006, 16:10 #

The Exit bietet seinen Lesern einen besonderen Service, indem hier auch Gastkolumnisten zu Wort kommen. Das fördert die Vielfalt und sollte den Lesespaß heben.

Außerdem, wer mich kennt, wird merken, dass man sich obigen, grandiosen Text, nur mit Herrn Fmüs Stimme vorstellen kann. Ich würde doch anders schreiben.

Überflieger und Schnellleser mögen sich beschweren, dass sie nicht auf den ersten Blick erkennen können, wer denn jetzt schreibt.

Ich finde, The Exit ist kein Blog, das man gerade mal so überfliegen kann. Mir sind lesende Leser lieber, denn für die denkt man sich ja die Texte aus. Es gibt sogar Autoren in Blogs, die feilen an jedem Komma. Da stecken Zeit, Mühe und Energie dahinter. Das sollte der Leser honorieren, oder nicht lesen.

8

holger (überflieger)
3. Februar 2006, 16:12 #

boah, jetzt hast du es mir aber gegeben.

9

Timo
3. Februar 2006, 19:45 #

oh nein, was habe ich angerichtet…

10

Indica
3. Februar 2006, 21:02 #

Tja, Herr Timo, das haben Sie nun davon – eine erkenntnistheoretische Debatte, in deren Folge Überflieger getadelt werden. Hoffentlich sind Sie keiner!

11

Timo
4. Februar 2006, 12:02 #

Aber Frau Indica!
Ich bin überzeugt, dass sie diese Vermutung über meine Person nur als gezielte Provokation einsetzen möchten. Mit anderen Worten also davon überzeugt sind, dass ich kein Überflieger bin und der Charakter ihrer Frage somit nur ein rethorischer sein kann :)

Dennoch muß ich eingestehen, dass ich offensichtlich mit mangelnder Aufmerksamkeit diesen Artikel verfolgt habe. Nur deshalb muß ich übersehen haben, dass nicht Herr Matthias sondern der Herr fmü selbigen verfasste…

12

The Exit
4. Februar 2006, 13:08 #

Ich glaube ja nicht, dass Herr Timo ein “Überflieger” ist. Zumindest muss man sich für seine Texte ja auch Zeit nehmen. Und dann entfaltet doch ein Text erst seine Wirkung. Das ist wie mit gutem Essen und einem schönen Rotwein. Oder noch besseres Beispiel: die Musik. Mal Bruckners 9. zu schnell gehört? Das ergibt überhaupt keinen Sinn mehr.

Das braucht Zeit. Und so ist das auch mit Blogeinträgen.

13

Calvin
4. Februar 2006, 15:26 #

Ist es schlimm ein Überflieger zu sein??? Ich finde es echt nutzlich… Ist es sclimm es zu versuchen ein wenig Zeit zu gewinnen? Schliesslich sind wir nicht Schuld wenn die Tage nur 24 Stunden haben… Und wenn es tausende Dinge gibt die man tun will… Wenn man eine Zeile überspringt, Pech… Ob man aber dann mehr Zeit dabei verliert sih zu rechtfertigen, als es gedauert hätte alles wirklich mit Aufmerksamkeit zu lesen bleibt eine andere Frage…

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