Vor nicht allzu langer Zeit verriet es Frau Indica in ihrer Laudatio zu meinem Ehrentag. Ich habe zuweilen einen Hang zu Kuriositäten. Wie zum Beispiel Klingeltöne. Nicht diejenigen, die kleine und große Funkfernsprecher-Liebhaber – ich nehme mich selber nicht aus – so gerne für teures Geld herunterladen. Sondern das Tuut-Tuut im Hörer, die sogenannten Rufzeichen. Die können zwar nicht mit der gleichen Bandbreite an Varianten wie diejenigen Töne, die aus Telefonen kommen, aufwarten, aber immerhin. Während sich beispielsweise das deutsche und französische Rufzeichen nur durch die Länge des Tones unterscheiden, wobei das französische ein wenig länger ist, haben die Engländer den Doppel-Ring. Dazu kein Tuten, sondern einen pulsierenden Purr-Purr-Sound. So auch in Südafrika und Singapur. Rufen Sie doch mal in Kapstadt oder London an und überzeugen Sie sich selbst.
Nein, keine weiteren Details. Es gibt schließlich auch andere Kuriositäten. So zum Beispiel Herrn Nobbi. Ob er Einwohner Klein-Bloggersdorfs ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Das er Anhänger und wahrscheinlich sogar Fachmann für Mobilfunknetze ist, ist dagegen offenkundig. Zumindest die Einwohner Karlsruhes erfahren auf seiner Seite von den Standorten der einzelnen Sender, auch Basisstationen genannt. Wo die Netzbetreiber diese noch trickreich in den nahegelegenen Wäldern getarnt hat, so daß sie wie Äste aussehen, ebenfalls. Und weil zu einer Basisstation auch noch ein Verteiler gehört, zeigt seine Schaltschrank-Show die verschiedenen Typen einschließlich der jeweils eingespeisten Netze.
Verwundert es da, daß ich in meiner grauen Vorzeit als Lokaljournalist einst für die Leser über das raffinierte Versteck von Basisstationen berichtete? Es wird nicht nur von Hochhäusern oder Fabrikschloten gefunkt, sondern zum Beispiel auch vom im Turm des Spandauer Rathauses oder einer benachbarten Kirche. Und allzeit wacht der Denkmalschutz: Der Sender paßt sich den Umgebungsfarben harmonisch an. Straßenlampen der DDR waren auch schon mal Gegenstand meines Interesses. Auch als Quartett erhältlich.
Kurios genug?

