Aufgrund der starken monsunartigen Regenfälle der letzten Tage hat der Berliner aus dem Blick in die Zukunft neue Kraft und Mut geschöpft: es steht die Lange Nacht der Museen an. Ein breitenwirksames Volksbespaßungsspektakel zum Einheitspreis, neudeutsch würde man von der Museumsflatrate sprechen mit All-You-Can-Eat-Kulturbüffet.
Allerdings will so ein Event auch sinnvoll vorbereitet sein. Mal einfach schaun geht a) wegen der Massen und b) wegen der großen Distanzen nicht.
Auch wenn einige Zeitgenossinnen sich wehement gegen eine Planungsaktion verwehrt haben und brüskiert sämtliche Organisationsversuche ablehnen, anbei der Exitsche Amüsementvorschlag.
Zum Auftakt um 18:15 werde ich es mir erst einmal im Zeiss-Großplanetarium gemütlich machen: Astronomische Jahresvorschau 2008 – Ein spannender Streifzug durch die Astronomie.
Von den Sternen beseelt geht es mit der Metrotram 2 von den Prenzlonischen Bergen herab nach Mitte, wo man kurz einen Blick in die Hohenzollerngruft des Domes werfen könnte – sofern man dort nicht von den touristischen Massen, die die Kuppel besteigen wollen, erschlagen wird.
So nutze ich die Gelegenheit ein paar Schritte weiter ins Deutsche Historische Museum zu eilen. “Eye on Time” Zeit und Raum in Fotografien von Michael Ruetz wird uns die Veränderungen des Berliner Stadtbildes seit der Wende nahe bringen. Ich gehe davon aus, dass die Fotoausstellung in überschaubarer Zeit besichtigt ist.
Weiter geht es zum Potsdamer Platz, wo das Vapiano bereits die Tische gedeckt hat und den Kunst- und Kulturinteressierten zu einem zünftigen, leichten, italienischen Mahl erwartet.
Gut gestärkt geht es weiter zum Kulturforum. “Time Fades: Dauer und Vergänglichkeit” Die Fassadenprojektion mit Bildkompositionen von Philipp Geist bieten sicher assoiziativen Interpretationsspielraum. Immerhin das Zentralevent der Veranstaltung.
Je nach Motivation, Lust und Laune kann nun eines der umliegenden Museen besucht werden oder den Gesängen der Neuköllner Oper im Shell-Haus der Gasag gelauscht werden, bevor wir zum Höhepunkt des Abends schreiten: Ein Besuch im Aquarium.
Liebe Leserinnen und Leser! Melden Sie sich noch heute an. Die Tickets gibt es zum Download im Vorverkauf für sagenhaft günstige 12 EUR bzw. bei stichhaltigen Ermäßigungsgründen für 8 EUR. Treffpunkt wäre dann zeitig vor dem Planetarium auf den Prenzlonischen Bergen.
Wer kommt mit?


